Stammapostelhelfer in der Gemeinde Niesky

Am Mittwoch, dem 27. August 2025 waren die Geschwister der Gemeinden aus dem Bereich Bautzen, sowie alle Vorsteher des Kirchenbezirkes Dresden zu einem besonderen Gottesdienst, mit unserem Stammapostelhelfer Helge Mutschler Niesky eingeladen.

Stammapostelhelfer Helge Mutschler legte dem Gottesdienst das Bibelwort „Jesus aber blieb stehen und befahl, ihn zu sich zu führen. Als er aber näherkam, fragte er ihn: Was willst du, dass ich für dich tun soll? Er sprach: Herr, dass ich sehen kann.“ (Lukasevangelium 18,40.41) zugrunde.

Als erstes ging der Stammapostelhelfer auf das gemeinsam gesungene Eingangslied „Harre, meine Seele“ (GB 190) ein. Jeder ist aus unterschiedlichen Verhältnissen gekommen, vielleicht mit Stürmen in der Seele, in Not, Bedrängnis oder mit Sorgen belastet. Aber wie es im Lied heißt: „…wird er Dich beschirmen, der treue Gott.“, werden wir auch immer wieder erleben: Wunder geschehen, vielleicht nicht so wie wir uns das erhofft haben, aber Gott ist da, er verlässt dich nicht. Die Begebenheit aus dem Bibelwort ereignete sich, als Jesus mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Jerusalem an der Stadt Jericho vorbeikam. Da saß ein blinder Bettler am Wegesrand und als er hörte, wer dort vorüberging, rief er laut: „Jesus, du Sohn Davids, erbarme Dich meiner!“ Die Jünger, die voran gingen, fuhren ihn an, er möge still sein. Der Blinde ließ sich aber nicht abhalten und schrie noch lauter. Jesus aber blieb stehen und fragte ihn: „Was willst du, dass ich für dich tun soll?“ Er sprach: „Herr, dass ich sehen kann.“ Und Jesus sprach zu ihm: „Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen.“ Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach und pries Gott. Und alles Volk, das es sah, lobte Gott. Früher waren Blinde an den Rand der Gesellschaft gedrängt und ausgestoßen. Auch wir können manchmal blind sein, vielleicht blind vor Sorgen. Man möchte die Augen vor dem ganzen Elend verschließen oder vielleicht sogar nicht mehr leben. Man ist blind für sich selbst, blind, wie schön und wertvoll man für Bruder und Schwester und in den Augen Gottes eigentlich ist. Oder man ist blind dafür, wie sündig man selbst ist, blind, wie wertvoll der Nächste ist, blind, für die Wahrheit. Jesus aber blieb stehen, um sich der Not des Blinden anzunehmen.

Wir wollen ebenfalls Jesus anrufen, um von Blindheit geheilt zu werden. Wir können den göttlichen Telefonhörer zur Hand nehmen – Gott hört uns. Im Gebet dürfen wir hartnäckig sein. Der Schritt zur Heilung ist, demütig zu sein und Gott zu vertrauen. Dann kommt die Ruhe von Gott - es ist alles gut - man kann durchatmen. Diese Ruhe müssen wir aber auch wollen und zulassen, indem wir zum Beispiel in der Bibel lesen, das Handy abschalten, ins Gebet gehen, einfach aus der Hektik des Alltags heraustreten.

Wir wollen Jesus sehen. Der Tag wird kommen, dann werden wir keine Fragen mehr haben und er wird sagen: „Dein Glaube hat Dir geholfen!“